PDE-5 Blocker - für Jung und Alt geeignet


viagraObwohl in einem Alter von 65 Jahren nahezu jeder vierte Mann von einer Erektionsstörung betroffen ist, wird das Thema weitestgehend nicht beachtet und nicht besprochen. Doch da auch die Zahl der jüngeren Betroffenen steigt, gerät die Erektile Dysfunktion mehr und mehr in das Licht der Forschung. Die Ursachen sind unterschiedlichster Natur. Doch Potenzmittel, die das PDE-5 blockieren, helfen allen Altersgruppen ein lustvolles Sexualleben zu führen.


Vor bereits 15 Jahren wurde das Medikament Viagra auf den Markt gebracht und weltweit mit Erfolg verbreitet. Bei kaum einem anderen Medikament waren der Bekanntheitsgrad und das Interesse an dem Produkt vergleichbar hoch. Der hohe Marketingeinsatz, sei es durch Vertreter des Pharmaunternehmen Pfizer oder aber durch eine geschickte Werbung, hat sich insofern gelohnt, dass sowohl jung als auch alt von der Neuheit auf dem Medikamentenmarkt gehört haben und wussten, in welchem Bereich die Wirkung eintritt. Viele, obwohl sie nicht an erektiler Dysfunktion erkrankt waren, wollten das Produkt einmal testen. Allein in den ersten vier Wochen, wurde berichtet, verschrieben US amerikanische Ärzte das Mittel mehr als 30 000 Mal. Ein Medikament, das eigentlich für eine recht begrenzte Zielgruppe geeignet war, wurde zur Modererscheinung. Selbstredend haben die meisten derjenigen, die es nicht wirklich benötigen bereits wieder von der Nutzung abgesehen, doch ist der Absatz noch immer sehr hoch. Auch nach nunmehr 15 Jahren hat die Pille nicht an Wirkung verloren, noch immer kann Jung und Alt sagen, was die Pille bewirkt. Doch wie sie wirkt wissen leider teilweise nicht einmal diejenigen, das Medikament regelmäßig einnehmen.


Zunächst einmal benötigt man, ungleich der anderen vorher erschienenen Mittel einen sexuellen Reiz. Dieser wird über die Nerven in den Genitalbereich geleitet, wo der Botenstoff Stickstoffmonoxid freisetzt. Das bewirkt wiederum, dass das durch den Körper ein zweiter Botenstoff cyklisches Guanomonophosphat (cGMP) freigesetzt wird und all glatten Muskeln im Unterleib erschlaffen lässt. Zum einen kann dieser Bereich des Körpers nun besser durchblutet werden, zum anderen wird der Schwellkörper nun mit Blut gefüllt. Auf diese Weise kann er sich aufrichten und ist bereit für den Geschlechtsverkehr. Normalerweise sind die Muskeln so angespannt, dass kein Blut in den Schwellkörper gelangen kann. Um die Erektion nach einiger Zeit (bestenfalls nachdem der Geschlechtsverkehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte) werden die Muskeln wieder aktiviert. Dazu muss das cGMP abgebaut werden. Ein Enzym namens Phosphodiesterase-5 (PDE-5) übernimmt die Arbeit und spaltet den körpereigenen Wirkstoff auf. An dieser Stelle wirkt der Wirkstoff der Viagra, Sildenafil. Es verhindert, dass das Enzym zu schnell eine Reaktion mit dem cGMP eingehen kann. Und die Erektion zu schnell vergeht. Sildenafil hat eine Wirkungszeit von 4 Stunden. Das heißt jedoch nicht, dass der Penis über den gesamten Zeitraum hinweg in dem erigierten Zustand ist, sondern eher, dass eine Erektion möglich ist, wenn eine gewünscht ist. Bei der Einnahme der Pille braucht man keine besonderen Maßnahmen ergreifen, kann sie einfach zu einer beliebigen Tageszeit mit etwas Wasser oder auch ohne einnehmen. Allerdings sollte, wer es gern bitter mag, auf Grapefruitsaft kurz vor oder während der Einnahme von Viagra verzichtet werden. Der Saft der Frucht kann die Wirkung ganz oder nur teilweise einschränken.


Von Erektionsstörungen sind Männer jeden Alters betroffen. Doch vorrangig Männer, die älter als 65 Jahre sind. Manche meinen sogar, dass Männer, die in einem Seniorenheim leben häufiger zur Wunderpille greifen, als Männer, die mit ihrer Frau zu Haus leben. Es wird dabei gemutmaßt, dass sie ihr Sexleben wieder in Schwung bringen möchten und deshalb ein Potenzmittel einnehmen und sich mehr als häufig eine Prostituierte mit nach Haus nehmen. Ungeschützter Verkehr mit dieser soll dazu geführt haben, dass Geschlechtskrankheiten auftraten und sich ausgebreitet haben. Die amerikanische Studie, die das belegen wollte konnte die These aber nicht vollständig beweisen. Sicher ist, dass Viagra und die anderen Potenzmittel dazu entwickelt wurden, Männern eine Erektion zu verschaffen, mit der sie ein ausgefülltes und befriedigendes Sexleben haben können. Mittlerweile sollte sich auch herumgesprochen haben, dass die Menopause zwar die Fruchtbarkeit der Frau einschränkt, aber dennoch Schutzmaßnahmen, die der Übertragung von Krankheiten vorbeugen sollen, getroffen werden müssen.


Obwohl die Medikamente für alle Altersgruppen geeignet sind, sollten vor allem Männer, die an Vorerkrankungen leiden, die Einnahme mit ihrem Arzt besprechen. Da die Medikamente rezeptpflichtig sind, führt kein Weg an den Medizinern vorbei. Noch. Denn Pfizer überlegt Schritte einleiten zu lassen, die einen Kauf des Medikamentes ohne Rezept ermöglichen sollen.